Projekte

Hamburg

02 2021

Trockenbauarbeiten in Hamburg Methfesselstraße 96-88, Lutterrothstraße 69-73

Für ein denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus in Hamburg-Eimsbüttel wurde HPM ProBau aus Hamburg mit den Trockenbau- und Estricharbeiten beauftragt.

DIE AUFGABE:
  • Trockenestrich
  • Gussasphalt
  • Leichtbauwände
  • Deckenverkleidung
  • Dachgeschossausbau
     
DIE LEISTUNG:

Ausbauarbeiten in großem Stil

Eimsbüttel ist nach Hoheluft-West der am zweitdichtesten besiedelte Stadtteil Hamburgs. Wegen seiner innenstadtnahen Lage, seiner durch die dichte, mehrstöckige Bebauung gegebenen Urbanität und seiner guten Infrastruktur ist der Stadtteil besonders bei jungen Menschen sehr beliebt. Bei dem Bauvorhaben handelte es sich um einen Dachgeschossaufbau und die energetische und denkmalgerechte Sanierung des Bestandes des denkmalgeschützten Ensembles.

Das Gebäude

Das Gebäudeensemble wurde während des zweiten Weltkrieges schwer beschädigt und ist ausgebrannt. Nur der Bauteil in der Methfesselstrasse 88 blieb von schwereren Zerstörungen verschont. Man entschied sich in den 1950 Jahren zum Wiederaufbau des stark zerstörten Gebäudes unter Erhalt der weitgehend intakten historischen Ziegelfassade. Anstatt der ursprünglichen Holzbalkendecken und Holztreppen wurden Stahlbetondecken und Betontreppenläufe hergestellt.

Um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, wurde der alte Dachstuhl zurückgebaut und durch zwei Vollgeschosse ersetzt.

Architektonisches Konzept Dachaufbau

Um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, wurde der alte Dachstuhl zurückgebaut und durch zwei Vollgeschosse ersetzt. Maßgeblich war hier eine thematische Orientierung an der Gestalt der Dachanlage zur Erbauungszeit der Wohnanlage. Das Thema einer durch Giebel, Türme und unterschiedliche Firsthöhen abwechslungsreich gegliederten Dachlandschaft wurde aufgegriffen und neu interpretiert.

Herausforderung Brandschutz

Eine besondere Herausforderung stellte sich für den Trockenbau in Bezug auf den Brandschutz dar. Das 5. und 6. Obergeschoss hatten die Auflage den Brandschutz in F90 zu gewährleisten. Dieser wurde pro Geschoss als Hülle ausgeführt, so dass die Dachschrägen, Geschossdecken und der Fußboden in F90 Qualität hergestellt wurden.

Der Ausbau

Die einzelnen Eingänge wurden durch Leichtbauwände in Wohnungen aufgeteilt, dabei wurden verschiebende Wandstärken genutzt. Zwischen den Wohnungen galt eine besondere Anforderung an den Schallschutz. Jede Wohnung hat im 5. Obergeschoss einen zusätzlichen Trockenestrich mit einer darunterliegenden Fußbodenheizung erhalten. Im 6. Obergeschoss wurden die Brandschutzarbeiten identisch zum 5. Obergeschoss ausgeführt, jedoch wurde hier beim Estrich ein Gussasphalt eingebaut. Sämtliche Stahlträger im neueingebauten Dach wurden brandschutztechnisch in F90-Qualität verkleidet, die durch einen harmonischen Übergang mit den Leichtbauwänden nicht mehr sichtbar sind. Ein besonderes Merkmal sind die Gaubenverkleidungen zu den Dachfenster, da durch die nicht rechtwinklige Verkleidung ein besonders großer Lichteinfall entsteht. Zusätzlich wurde in den Wohnungen unterhalb der Brandschutzdecke eine Schallschutzdecke eingebaut. 
 

Hendrik Schröder
Bachelor of Science und Abteilungsleiter
„HPM Projekt- und Baumanagement GmbH“

Die Fakten
  • Bauzeit: April 2020 bis März 2021
  • Projektleitung: Hendrik Schröder
  • Ausbaufläche1.600 m²
  • 22 neue Wohnungen, davon 10 Maisonette
  • 1.600 m² Trockenestrich
  • 1.600 m² Wohnungs- und Zimmertrennwände
  • 1.500 m² Decken
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